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Mein Menschenbild
 
Ich habe eine "psychodramatische" Haltung: Im weitesten Sinne ist mein Menschenbild gleichzeitig ein spirituelles und ein interaktionistisches: Der Mensch ist erfüllt von einem "Willen zum hchsten Wert" und zu einem Prinzip des "Alles Einschlieens" (Moreno 1959). Er entwickelt sich im Beziehungsnetz zu anderen Menschen und durch Interaktionen mit der sozialen und der natürlichen Umwelt. Der Mensch lebt durch Beziehungen und Interaktionen und kann diese kreativ und spontan gestalten. Dies geschieht in der Auseinandersetzung mit dem Wertsystem der Gesellschaft in welcher der Mensch lebt.

Spontaneität ist laut Jacob Levy Moreno (er lebte von 1889 - 1974 und ist der Begründer der psychodramatischen Methode) die "angemessene Antwort auf eine neue Situation oder die neue Antwort auf eine alte Situation". Er betrachtet dabei Spontaneität als die wahrscheinlich älteste, universell vorhandene, jedoch am schwächsten entwickelte Kraft eines Menschen. Oft ist sie durch Sozialisations- und Entkulturationsprozesse gehemmt und entmutigt. Ein grosser Teil der menschlichen Psycho- und Soziopathologie kann nach Moreno einer ungenügenden Entwicklung resp. einer Hemmung der Spontaneität zugeschrieben werden. Eng verbunden mit der Spontaneität ist die Kreativität. Beide machen aktives und schpferisches Handeln mglich.

In der triadischen Aktionsmethode und meiner Arbeit geht es mir letztlich immer darum, blockierte Kräfte zu befreien und Menschen bei ihrem schpferischen Tun zu unterstützen. Damit wird der Mensch zum verantwortlichen Handeln für sich selbst, die menschliche Gemeinschaft und die Umwelt hingeführt. Die Befreiung der Spontaneität und Kreativität geht mit einer integrierenden Katharsis einher, die Moreno wie folgt konzipiert: "Mentale Katharsis wird hier als ein Prozess definiert, der jede Art des Lernens begleitet, nicht nur Konfliktlsung, sondern auch Selbstverwirklichung, nicht nur Spannungsabfuhr und Entlastung, sondern auch Gleichgewicht und Frieden. Sie ist keine Katharsis des Abreagierens, sondern eine Katharsis der Integration".
(Ich danke Werner Stangl-Taller für seine Ausführungen auf seinen Arbeitsblättern. Wenn etwas perfekt ist, soll man es nicht verbessern. Deshalb habe ich mir erlaubt den Wortlaut teilweise ganz zu übernehmen).